29.4.10

Jagdurlaub in Deutschland und Österreich

Immer wieder stellen sich den Jungjägern die Frage, wie man Familie, Urlaub und das Jagen miteinander verbindet.
Hat man noch keine feste Jagdmöglichkeit und ist die Unterbringung dort nur behelfsmäßig, sodass die Familie zuhause bleiben muss, bietet sich ein Jagdurlaub mit der ganzen Familie an.

Einige Hotels und Gasthöfe, aber auch Ferienwohnungbetreiber haben sich darauf spezialisiert, Jägern einen Jagdurlaub anzubieten, um Familie, Urlaub und das Jagen zu verbinden.

Wir haben hier ein Verzeichnis von Hotels, Ferienwohnungsbetreibern und Gasthöfen zusammengestellt, die auf ihrer Homepage eine eigene Seite eingerichtet haben. die auf ihre angebotete Jagdmöglichkeit hinweist.
Gasthöfe, Ferienwohnungen oder Hotels, die nicht erfasst wurden, mögen sich beim Jagdblog melden.

Beim Klicken auf den Namen des Hotels kommen Sie direkt auf das Jagdangebot.

waidmannsheil

Euer

stefan


Deutschland

Mecklenburg-Vorpommern:

Ferienwohnung in der Försterei Birgit Helm
Tel.: 03395/310 201
email: stiftsforst@t-online. de

Feriengut Dalwitz Lucy Gräfin von Bassewitz
Dalwitz 44 17179 Walkendorf Tel.: 039972/56140
email:
post@gutdalwitz.de

Familie Ortwin Gessulat
Grosser Schwerin 9 17207 Ludorf OT Gneve Tel.: 039931/ 50424
e-mail:
info@mueritzstrand.de

Haus auf der Höhe Hubertus von Rochow
Labahnstraße 15 17424 Seeheilbad Heringsdorf Tel.: 038378/2 33 25
email:
vonRochow@jageninmeckpom.de

Jagdurlaub Jörg Marten
Dorfstraße 13, 18299 Jahmen, Tel.: 038459/31045
email: jahmen@jagdurlaub-mv.de

Wald- & Jagdgut Lütow Wilfried Meier
Fischerweg 2 17440 Lütow Tel.: 038377/36493
email:
info@jagen-reisen-usedom.de

Brandenburg:

Jagdverein Lehrprinz e.V.
Cöthener Str.26 16259 Falkenberg/Mark 033458 64247
email: jagdblog@gmail.com

Niedersachsen:
Gut Bokel GbR
Zum Eichhof 3 29365 Sprakensehl Tel.: 05837/14 00 80
email:
info@jagdgut-bokel.de

Rheinland-Pfalz:

Hotel Forellenhof Familie Gerd Weckmüller
Reinhartsmühle 55606 Rudolfshaus bei Kirn Tel.: 06544/373
email: info@hotel-forellenhof.de

Sachsen-Anhalt:

Jagderlebnis Ronny Meineke
Wiesenweg 3
39291  Hohenziatz
Tel.: 039226 91870
email:  info@jagd-erlebnis.de


Saarland:

Hotel Schlossberg Fam. Kuhn
Nunkircher Str.2 66687 Wadern Büschfeld Tel.: 06874/18180

email: hotelschlossberg@aol.com

Thüringen:

Landhotel am Fuchsbach Familie Smektalla
Hauptstraße 37 07980 Berga/Elster Ortsteil Wolfersdorf
Tel.: 036623-616-0

Landpension "Stilletal" Familie Christina und Fredy Leyh
Am Brunnenrain 6 98587 Springstille Tel.: 03 68 47 / 3 37 36
email:
info@landpension-stilletal.de

Ferienanlage Spiessberghaus
Am Rennsteig 99894 Friedrichroda Tel.: 03623/363500
email: Spiessberg@aol.com


Österreich

Kärnten:

Forstverwaltung Wasserleonburg
Saak 1,  9611 Nötsch i.G., Telefon 0043 (0) 4256 2141
email:  ferienwohnungen@wasserleonburg.at


Hotel Glocknerhof Familie Pichler
Hof 6,  9844 Heiligenblut Tel: 0043 (0)4824/22 44
email:
glocknerhof@pichlers.at

Berghof GmbH Familie Christian Schneeweiß
Rosennockstraße 55 9546 Bad Kleinkirchheim Tel.: 0043(0) 4240/ 479
email:
info@berg-hof.at

Hotel Restaurant Prechtlhof Familie Krassnitzer 
9330 Althofen Schobitzstrasse 1 Tel.: 0043(0)4262 2614
email:
info@prechtlhof.com

Niederösterreich:

Jagdhof Breitenthal
A-3344 Göstling-St.Georgen/ReithGut Breitenthal Reith 9
Tel: 0043(0)7484-8080
email: alpenhotel@breitenthal.at

Alpenhotel Gösing
3221 Gösing an der Mariazellerbahn Gösing 4 Tel: 0043 (0) 2728/217

email: alpenhotel@goesing.at

Salzburger Land:

Hotel Lacknerhof GmbH
Unterberggasse 172 . A-5542 Flachau Tel.: 0043 (0) 6457/23790
email:
info@lacknerhof.at

Hotel Sonne
Altachweg 334 A-5753 Saalbach Tel.:0043 (0)6541/7202

email: saalbach@hotel-sonne.at

Spa & Vitalresort Wellnesshotel Eggerwirt Familie Moser
Kaltbachstraße 5 A- 5582 St. Michael, Telefon: 0043 (0)6477/8224-0
email:
office@eggerwirt.at

Fanningberghof
5571 Mariapfarr Weisspriach 160
email: info@fanningberghof.at

Steiermark:

Almgasthof Moassa Familie Ulm
8691 Kapellen Kohlbachgraben 16 Tel.: 0043 (0) 3857/ 22 25
E-Mail:
office@moassa.at

Tirol:
SPA Hotel Jagdhof Familie Pfurtscheller
Scheibe 44 A-6167 Neustift Stubaital,
Tel.: +43 (0) 5226/2666,
email:
mail@hotel-jagdhof.at
 Aktiv Hotel Gaspingerhof Familie Hörl
6281 Gerlos/Zillertal Tel.: 0043 (0) 5284/52 16/0
email:
info@gaspingerhof.at

Hotel Almhof
Familie Kostenzer Hochfügen 30 A 6264 Fügenbergim Zillertal Telefon: 0043 5280 211 Fax 0043 5280 2118,
email: almhof@hochfügen.com

Bio-Hotel Stanglwirt
Kaiserweg 1 A-6353 Going Tel.: 0043 (0) 5358/2000
,
email: daheim@stanglwirt.com

Ferienansitz Gasteiger Jagdschlössl
Gasteigerstr. 57 A-6382 Kirchdorf Tel.: 0043 (0) 5352/ 64532
email:
info@jagdschloessl.at

Hotel Jägerhof Familie Erwin Bouvier
Hauptstrasse 52 6511 Zams Tel.: 0043 (0)5442/62642
email:
info@jaegerhof-zams.at

Hotel Sonnenspitze im Ehrwald, Familie Pesendorfer
Kirchplatz 14 - A-6632 Ehrwald, Tel.: 0043 (0)5673/2208-0
email:
info@sonnenspitze.com

Hotel Almhof Familie Danler Georg
6767 Neustift / Milders Mühlenweg 39 Tel: 0043 (0)5226 / 2626
email: info@almhof.com

Gasthof Jägerklause Familie Höllwarth
6272 Stummerberg Gattererberg 1a Österreich Tel.: 0043 (0) 5283/2793
email: info@jaegerklause.at

Hotel Lärchenhof Familie Marcati
6100 Seefeld Geigenbühel 125 Tel: 0043 (0)5212/2258
email:
info@marcati.at

Gaspingerhof Familie Hörl
6281 Gerlos Gerlos 153 Tel.: +43 (0)5284/52 16/0
email:
info@gaspingerhof.at

Hotel Jägerhof Familie Erler
6290 Mayrhofen
Tuxer Straße 722 Tel.: 0043 (0) 5285/62540
email:
hotel-jaegerhof@happynet.at

Sporthotel & Wellnessresidenz Familie Christian Jesacher
A-9963 St.Jakob im Defereggental Außerrotte 37, Tel: 0043 (0)4873/53 33
email:
jesacherhof@netway.at


Blogger weiter auf dem Vormarsch

Noch immer werden die Blogs in der Öffentlichkeit eher stiefmütterlich behandelt.
Fehlende Professionalität in der Berichterstattung und laienafter Journalismus sagt man ihnen nach.
Doch seit der Wahlkampf in NRW in die Endphase geht ist alles anders.
Erstmalig scheinen Blogs den Ausgang einer Landtagswahl entscheidend zu beeinflussen.
Immer wieder erscheinen auf Blogs, die sich mit den Parteien in Nordrhein-Westfalen beschäftigen, brisante emails, die den Bloggern aus den Parteien zugespielt werden. Dadurch verlagert sich die Informationsbeschaffung der Bürger zusehends auf die Blogs und weg von den klassischen Printmedien.
Es sind nicht nur die Parteien, die scheinbar machtlos diesem Treiben zusehen müssen, auch die regionalen Printmedien werden sichtlich nervös.

Über einen Wahlkampf, der erstmalig unter Einbeziehung des Internets stattfindet, berichtet das Onlinemagazin des Spiegels.

waidmannsheil

Euer

stefan


Blogger im NRW-Wahlkampf
"Voll auf die Omme"
Von Maike Jansen

Immer neue interne Unterlagen bringen NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers in der heißen Phase des Wahlkampfs in die Bredouille. Engagierte Blogger fördern Peinlichkeiten, Indiskretionen und Fehltritte zu Tage. Nun fahndet die CDU mit Hochdruck nach dem Leck.

Düsseldorf - Es war ein müdes Duell, das sich Ministerpräsident Rüttgers zu Beginn der Woche mit seiner Herausforderin Hannelore Kraft im Fernsehen lieferte. Viel schärfer sind da die Kämpfe, die der CDU-Chef derzeit an anderer Front ausfechten muss: Kämpfe gegen "Theobald Tiger" beispielsweise, gegen "Peter Panter" und die "Ruhrbarone". Immer wieder überraschen sie mit unangenehmen Enthüllungen über den Ministerpräsidenten und seine Mitstreiter. Via Internet-Blog mischen die unbekannten Autoren den NRW-Wahlkampf mächtig auf - und sie könnten am Ende entscheidend für den Ausgang der Wahl sein.

"Wir in NRW" heißt die jüngere der beiden Plattformen, die derzeit am schärfsten gegen den Landesvater und seine Regierung schießt. Gegründet hat das Blog Alfons Pieper, ehemaliger stellvertretender Chefredakteur der "WAZ", der seinen Ruhestand und seine guten Kontakte nun dazu nutzt, die Düsseldorfer Landespolitik noch einmal kräftig aufzumischen.

Hier der vollständige Artikel auf Spiegel online

27.4.10

Umweltminister Frank Kupfer (CDU) spricht sich für die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht aus. Fraktion der Grünen und NABU hält dagegen.

Der sächsische Umweltminister Frank Kupfer (CDU) spricht sich für die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht aus

Photo: wikipedia

















Auf dem sächsischen Landesjägertag in Freital hat der Umweltminister Frank Kupfer sich klar für die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht ausgesprochen.

Über das sicherlich umstrittene Bekenntnis des CDU Politikers berichtet das Onlinemagazin "ad hoc"

waidmannsheil

Euer

stefan


Kupfer will Wolf in Jagdrecht aufnehmen

Umweltminister Frank Kupfer (CDU) will den Wolf in das Jagdrecht aufnehmen. Ein Abschuss von Wölfen bleibe aber aufgrund der kleinen Population «grundsätzlich ausgeschlossen», sagte Kupfer am Samstag auf dem Landesjägertag in Freital. Ausnahmen würden auch künftig nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörden in Abstimmung mit dem Ministerium bei einzelnen auffälligen Tieren möglich sein. Mit der Aufnahme der geschützten Tierart in das Jagdrecht will Kupfer einer Forderung des Landesjagdverbandes nachkommen.

Kupfer betonte, dass sich am Schutzstatus des Wolfes nichts ändern werde. Er verwies auch auf andere geschützte Arten wie Luchs, Fischotter und zahlreiche Greifvögel, die zwar im Jagdrecht erfasst, aber auf keinen Fall gejagt werden dürften. Für eine Bejagung sei die Zahl der Wölfe mit derzeit maximal 110 Tieren, darunter 35 bis 40 in Sachsen, in der deutsch-westpolnischen Population «wesentlich zu klein».

Die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht sei aber auch an Bedingungen geknüpft, sagte Kupfer. Auf die Jäger kämen in erster Linie Verpflichtungen zu. So sollten sie in das Monitoring eingebunden werden, bei der Meldung über das Vorkommen von Wölfen und bei der Begutachtung von Wildtierrissen. Zur Unterstützung des bisherigen Wolfsmanagements sollten mindestens fünf Jäger pro Landkreis fortgebildet werden. Zudem müsse ein Teil der Jagdabgaben für Projekte zum Schutz der Wölfe bereitgestellt werden.



Der NABU spricht sich gegen die Forderung des Umweltministers aus


Auch die Fraktion der Grünen äußern Kritik an der Forderung

23.4.10

"Bei mir müssen sie noch arbeiten" - im Jagdrevier




Immer noch für den Hochsitzbau im Einsatz: Porsche Trecker "Junior, "Standard" und "Super"
Photo: Dr.Wolfgang Lipps


Bei strahlendem Frühlingswetter trafen sich die 17.April 2010 die Mitglieder des Porsche Diesel Clubs, Region Berlin-Brandenburg in Liepe.
Als Gäste waren zudem ein Primus Baujahr 1939 , sowie 3 Lanz Bulldog anwesend.


Treffpunt Hotel Schiffshebewerk
Photo: Dr.Wolfgang Lipps




Treffpunkt am Morgen war das Hotel Schiffshebewerk. Von dort fuhren die Trecker in einem Korso zum Landhof Liepe, wo die Tecker Aufstellung nahmen und bei der Bevölkerung für großes Aussehen sorgten.

Über das Treckertreffen im Lehrrevier berichtet das Onlinemagazin der Märkischen Oderzeitung.

waidmannsheil
Euer

stefan


Jugendträume in Karminrot


Photo: Märkische Oderzeitung (MOZ)



Niederfinow/Liepe (vp) Schmuck sehen sie aus, wie sie da so auf dem Hof des Hotels in Niederfinow stehen. Die Besitzer haben sie vorher extra noch mal auf Hochglanz poliert. Nur einer fällt ein wenig aus dem Rahmen: der "Standard" von Achim Gerstenberg. "Meiner muss was tun", sagt der Besitzer und lädt einen etwas rostigen Porsche-Diesel-Traktor ab. Ob im Wald oder auf dem Feld - trotz seiner 50 Jahre sei auf den Schlepper Verlass. "Ich habe ihn jetzt seit 1994. Und er hat mich noch nie im Stich gelassen", versichert der Berliner. "Aber jetzt sind ein paar frische Scheinwerfer fällig."

Der Porsche-Diesel-Club Europa, Region Berlin-Brandenburg, hatte am Sonnabend erstmals zur Jahresausfahrt in den Barnim eingeladen. Ein Dutzend Mitglieder war dem Ruf gefolgt. Zur Freude von Präsidentin Elke Middeldorp, von Organisatorin Astrid Lipps aus Liepe - sowie zum Vergnügen der großen und kleinen Besucher, die am Nachmittag (nach einem Abstecher zum Hebewerk) auf dem Landhof Liepe die karminrote Landtechnik nicht nur bewundern konnten, sondern auch mal eine Runde drehen durften.

"Ein solcher Traktor war schon immer mein Traum", erklärt Bernd Nürnberg (69) aus Biesenthal. Nach seinem Umzug von Berlin in den Barnim hat er ihn sich erfüllt. "Jetzt habe ich nämlich eine große Garage und eine Werkstatt", erzählt der stolze Besitzer eines Porsche-Diesel-Modells "Junior". Zwei Stunden sei er von Biesenthal nach Niederfinow getuckert - mit 14 PS unter der Haube. Auch bei der 750-Jahrfeier Biesenthals war der "Junior" im Einsatz. "Mit dem Stadtwappen", so Nürnberg. Wolfgang Lipps (73) hat gleich drei Traktoren: "Junior", "Standard", "Super" (Baujahr 1962/63). "Als Student habe ich bei meinem Onkel auf dem Hof geholfen. Und seitdem bin ich Porsche-Fan", sagt der Anwalt. "Bei mir müssen sie übrigens auch noch arbeiten." Im Jagdrevier. Für Siegfried Maschurek (66) ist der "Junior" indes reines Hobby. "Als ich ihn kaufte, war er ein Schrotthaufen", so der Rentner.

Lesen Sie auch den Bericht "Porsche Trecker im Lehrrevier"

20.4.10

ADAC-Crash-Test: Wenn die Sau im Weg ist

Spiegel Online hat ein Video des ADAC ins Netz gestellt.
Der ADAC hat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jagdschutz Verband auf einem Testgelände einen Wildunfall mit einem Stück Schwarzwild simuliert.
Hier das Video "Wenn die Sau im Weg ist"

waidmannsheil

Euer

stefan

Neue Jagdpächter von Stahnsdorf gehen neue Wege bei der Lösung der Wildschweinplage

Mehrere Monate beschäftigte die Wildschweinplage in Stahnsdorf bei Berlin die lokale Presse.
Zudem gestaltete sich die Neuverpachtung schwierig.
Auch das Jagdblog berichtete unter dem Thema: "Wenn Jagdpächter nicht abtreten wollen" hierüber ausführlich.
Doch nun, nachdem alle rechtlichen Unstimmigkeiten ausgeräumt wurden, gehen die neuen Jagdpächter frisch ans Werk.
Erfreulich ist es, dass sie alle ortsansässigen Jagdscheininhaber zur Mithilfe auffordern und zudem die Bevölkerung dazu aufrufen, Schwarzwildvorkommen mittels email auf eine eigens eingerichtete Homepage zu melden.
Es ist sicher ein Novum, dass Jagdpächter bei ihrer Verpflichtung der Bejagung das neue Medium Internet nutzen. Dort können sich auch Jagdscheininhaber anmelden, wenn sie Interesse haben, an der Schwarzwildbejagung mitzuwirken.

Die Homepage der Pächtergemeinschaft Hemmerden und Braun findet man unter www.jagdpaechter.com.

In einem Interview im Onlinemagazin der Potsdamer neuesten Nachrichten stellt der neue Jagdpächter Braun das innovative Projekt "Schwarzwildbejagung mit Hilfe des Internets" vor.

Da wünschen wir allen Beteiligten viel Waidmannsheil zum Gelingen dieser neuen Art der Schwarzwildbejagung

waidmannsheil

Euer

stefan

19.4.10

5. Rotwildsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung vom 1.-3. Dezember 2010 in Wildbad Kreuth

PRESSEMITTEILUNG der Deutschen Wildtier Stiftung vom 19.4.2010

Gemeinsam für Wald mit Wild

Deutsche Wildtier Stiftung und Landesjagdverband Bayern organisieren gemeinsam das 5. Rotwildsymposium

Hamburg 19. April 2010. Das 5. Rotwildsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung hat einen starken Partner: den Bayerischen Jagdverband. Am Rande des Landesjägertages, der am vergangenen Wochenende in Erding stattfand, besiegelten beide Organisationen ihr Engagement für den Rothirsch. „Die Devise der Zukunft heißt unserer Meinung nach „Wald mit Wild“, so die Organisatoren. Deshalb lautet das Leitthema des diesjährigen Rotwildsymposiums: „Der Hirsch und der Wald – von einem abgeschobenen Flüchtling in seinem ungeliebten Exil“.

„Gerade im Süden Deutschlands hat es der Rothirsch schwer. Sein Lebensraum wurde auf offiziell ausgewiesene Rotwildgebiete reduziert und auch dort steht er aus rein forstwirtschaftlichen Gründen unter Dauerfeuer“, begründet Haymo G. Rethwisch, Stifter und Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, die Entscheidung, das Rotwildsymposium 2010 in Bayern zu veranstalten. „Und wir haben mit dem Bayerischen Jagdverband einen Partner gefunden, mit dem wir in Sachen Rothirsch hervorragend an einem Strang ziehen können.“

Auch für den Bayerischen Jagdverband ist die Zusammenarbeit mit der Deutschen Wildtier Stiftung ein großes Anliegen. „Wir schätzen den Einsatz der Deutschen Wildtier Stiftung für den Rothirsch“, betont Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes. „Und die Deutsche Wildtier Stiftung braucht uns Jäger, um draußen in den Revieren die Situation für den Rothirsch zu verbessern.“

Das 5. Rotwildsymposium wird vom 1. bis 3. Dezember 2010 in Wildbad Kreuth (Bayern) stattfinden. Die Teilnehmer erwarten hochkarätige Vorträge und ein intensiver Erfahrungsaustausch zu Fragen rund um das Thema Wald und Wild. „Die Rotwildsymposien der Deutschen Wildtier Stiftung finden alle zwei Jahre statt und sollen als Forum für den Dialog rund um den Rothirsch und als Impuls für ein besseres Miteinander vom Wildtier und Mensch verstanden werden“, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung.
Informationen rund um das geplante Rotwildsymposium finden Sie unter
www.Rothirsch.org.

Die gemeinnützige Deutsche Wildtier Stiftung mit Sitz in Hamburg wurde 1992 von Haymo G. Rethwisch errichtet. Ihr Ziel ist es, in Deutschland Wildtiere zu schützen und Menschen für die Schönheit und Einzigartigkeit heimischer wilder Tiere zu begeistern. Schirmherr ist Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Roman Herzog.

Kostenloses Bildmaterial: www.Presse.DeutscheWildtierStiftung.de

Pressekontakt
Eva Goris, Pressesprecherin, Billbrookdeich 216, 22113 Hamburg,
Telefon 040 73339-1874, Fax 040 7330278, E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de,
www.DeutscheWildtierStiftung.de

Jagdbezirk Soisdorf mit neuer Pächterin - 50-jährige Pächtertradition wird fortgeführt

Zu Beginn des Jagdjahres stehen in vielen Revieren Neuverpachtungen an.
In Soisdorf, einem kleinen Ortsteil von Eitefeld, einer Stadt im Kreis Fulda, vollzieht sich jedoch ein Pächterwechsel ganz besonderer Art:
Der langjährige Pächter, der Landwirt Wilfried Blankenbach übergibt das Zepter des Jagdpächters an seine Tochter Kerstin Blankenbach, ebenfalls Landwirtin und folgt damit einer Familientradition. Auch er hatte die Soisdorfer Jagd vor vielen Jahren von seinem Onkel übernommen und hat nun die Jagdpacht an die jüngere Generation weitergegeben.
Das Beispiel der Jagdverpachtung Soisdorf zeigt, dass Tradition etwas mit Weitsicht zu tun hat und sich nicht ausschließen. Die Familie Blankenbach sind Landwirte in Soisdorf und sind somit als Jagdpächter immer ansprechbar, wenn es um die Belange der Jagd in Soisdorf geht. Ein Aspekt, der oft bei der Jagdverpachtung wenig berücksichtigt wird.

Da bleibt uns nur noch der neuen Jagdpächterin viel Waidmannsheil für die kommende Jagdperiode zu wünschen.

Von einem traditionsreichen Pächterwechsel im hessischen Soisdorf berichtet das Onlinemagazion der Hersfelder Zeitung:

waidmannsheil

Euer

stefan


Seit 50 Jahren in Familienhand

Soisdorf. Es spricht für ein gutes Miteinander, wenn eine Jagdgenossenschaft ihren Jagdbezirk nach nunmehr 50 Jahren Pächtern aus ein- und derselben Familie überlässt. So geschehen in der jüngsten Jagdgenossenschaftsversammlung im Gasthaus Walk in Soisdorf, in der die Mitglieder unter Vorsitz ihres Jagdvorstehers Martin Witzel den gemeinschaftlichen Jagdbezirk erneut verpachteten.

Jagdbeständer war bislang Wilfried Blankenbach, der von seinem Landwirtschaftsbetrieb in Soislieden jeden Morgen auf seine Jagd blicken konnte.

Er trat seinerzeit die Nachfolge seines Onkels Arnold Wuchert in Soislieden an. Und nunmehr führt Blankenbachs Tochter Kerstin die, das kann man schon sagen, Familientradition fort.

In der Jagdversammlung dankte Blankenbach den Jagdvorständen und Landeigentümern für die gute Zusammenarbeit und äußerte sich stolz darauf, dass seine Tochter die Jagd weiterführen könne. Stets habe mit den Besitzern Einvernehmen geherrscht.

„Hier ist die Welt noch in Ordnung“, sagte er über die reich gegliederte Landschaft mit ihren noch zahlreichen Hecken und dem hier vorkommenden Wild. Es gebe Hasen und Kaninchen, einen positiven Rehwildbestand, aber auch noch zwei bis drei Ketten Rebhühner, äußerte sich der 72jährige stolz. Dieses Niederwildvorkommen beruhe aber auch auf einer guten Biotoppflege mit Wildäckern sowie speziellen Blühwiesen. Die Niederwildpopulation habe er positiv fördern können, indem er Raubzeug und Beutegreifer intensiv jagte.

Im gleichen Sinn fortführen

Kerstin Blankenbach möchte das Waidwerk im gleichen Sinne wie ihr Vater auf der 350 Hektar bejagbaren Pachtfläche der insgesamt 764 Hektar großen Gemarkung fortführen. Im Gebiet entlang der Straße von Ufhausen-Soisdorf-Buchenmühle hin zu den nördlich gelegenen Gemarkungsgrenzen von Mansbach und Soislieden geht sie auf Pirsch.

Titel hat sie schon

Die 42-jährige Landwirtin legte vor elf Jahren die Jägerprüfung ab, widmet sich zudem der Zucht von Rauhaardackeln. Mit ihrem „Franzi vom Soisberg“ holte sie 2007 in Thüringen den Landessiegertitel.

18.4.10

Landespflanzenbörse auf Gut Görtz in Heringsdorf/Ostholstein am Sonntag, 25.April 2010

Seit 1988 lädt die Landwirtschaftkammer mit dem Landesjagdverband zur Landespflanzenbörse auf das Gut Görtz ein.
Über 100.000 Bäume, Sträucher und sonstige Pflanzen werden angeboten und können gegen kleine Spenden, die der Erhaltung der Lebensräume zugute kommen, erworben werden.
Auch für Attraktionen ist gesorgt:
Es gibt eine Jagdhundeshow, einen Gärtner- und Bauernmarkt, eine Forst- und Jagdausstellung und zahlreiche Angebote des Kunsthandwerks.

Wie man zu Hofgut kommt, was sonst noch alles geboten wird und wieviel der Eintritt kostet, darüber berichtet das Onlinemagazin der Lübecker Nachrichten.

waidmannsheil

Euer

stefan

16.4.10

Bloggerkongress "re:publica": Weltveränderungsmaschine Internet

In der Gesellschaft werden die Blogs im Internet noch immer stiefmütterlich behandelt.
Der Bloggerkongress "re:publica" wird dieses Jahr zum 4. mal in Berlin abgehalten.
Spiegel online widmet dem Bloggerkongress unter dem Titel "Weltveränderungsmaschine Internet" , an dem am ersten Tag 2.500 Gäste teilnahmen, einen eigenen Bericht.
Hier das Video zum Kongress.

waidmannshheil

Euer

stefan

15.4.10

Gehorsam am Wild- Melf´s langer Weg zum zuverlässigen Begleithund

Mit den Berichten über die Konflikte zwischen Jägern und Hundebesitzern, die ihre Hund nicht unter Kontrolle haben, könnte man mehrere Bücher füllen.
Doch viele Hundehalter sind mit einem jagdtriebigen Hund schlichtweg überfordert, insbesondere dann, wenn sie einen Hund aus "2. Hand" haben und wenn sie wenig oder gar nichts über dessen Vorgeschichte wissen.
Keiner dieser Halter wünscht sich einen Konflikt mit einem Jäger, abgesehen davon, dass ein Spaziergang mit einem solchen Hund alles andere als entspannend ist.

Damit die Weichen für eine auch für den Nichtjäger durchführbare Erziehung im Bereich "Gehorsam am Wild" gestellt werden können, wurden der Halterin die Grundlagen einer Gehorsamsausbildung eines Jagdhundes näher gebracht. Bei Melf musste streng am fehlenden Dauerkontakt zum Führer gearbeitet werden, nach dem Motto:"Halte den Hund kurz, weit wird er von alleine". Doch den Crachkurs in Sachen "Gehorsam am Wild" hat nicht nur seine Führerin, sondern auch Melf nachhaltig beeindruckt.

Von den ersten Erfolgen bei der Umsetzung berichtet die Halterin in nachfolgender email:


Jagdhundmix Melf mit einer unbekannten Vorgeschichte, aber mit enormem Jagdtrieb
Photo: Stephanie Zecheus





Hallo Stefan,


jetzt ist es schon einige Wochen her, dass ich mit Melf bei Dir war und ich möchte Dir gerne beschreiben, wie es zur Zeit bei uns läuft.
Gleich vorweg, der Tag mit Dir hat sich unglaublich gelohnt!
Ich kann mit Melf mittlerweile in so gut wie jedem Gebiet ohne Leine unterwegs sein! Er ist mir bisher nicht noch einmal so abgezischt wie zuvor!! Das erweitert unsere Möglichkeiten und unseren Radius beträchtlich.
Nach unserem Treffen habe ich weiter trainiert wie Du es mir gesagt hast. Melf war die ersten Tage ziemlich beeindruckt. Er wich mir nicht von der Seite, die Rute hing runter, der Hund hatte definitiv nicht mehr viel Spass beim Spazierengehen. Ich habe darauf geachtet, dass er regelmäßig nach mir schaut, dass er mitbekommt, wann ich stehenbleibe und dies dann auch tut etc.. Das lief sehr gut. So habe ich mich nach einigen Tagen wieder ins Gelände gewagt und auch dort gab es keine Probleme. Nur Melfs fehlende Begeisterung hat mir ganz schön zugesetzt - mir fehlte mein lebensfroher Hund. Aber genau das war vorher ein Teil des Problems, er hörte ja vor lauter Begeisterung für seine Umgebung nicht gut.
Nach etwa zwei Wochen war spürbar, dass Melf langsam "auftaut". Dir Rute hob sich wieder zaghaft und er klebte auch nicht mehr ganz so stark an mir. Ich habe das unterstützt und gleichzeitig versucht, seine Aufmerksamkeit doch bei mir zu halten. Ich glaube, es ist mir einigermaßen gut gelungen.
Wir waren inzwischen miteinander an Orten, wo ich nie gedacht hätte, Melf ableinen zu können! Wir waren im Grunewald, in der Königsheide, am Gleisdreieck, im Plänterwald, im Tiergarten... Und überall klappt es wirklich gut!
Es kommt zwar immer noch manchmal vor, dass Melf einer Amsel oder einem Kaninchen hinterher stürzt, doch bisher habe ich ihn immer nach einigen Metern gestoppt bekommen. Früher wäre er ja über alle Berge gewesen. Toitoitoi dass das so bleibt bzw. sich noch verbessert!
Es ist - wie erwartet - ein ständiges Training und ich muss sehr aufmerksam sein und Melf steuern ( mit Rufen oder auch der Wurfkette), aber es läuft! Natürlich versucht er inzwischen, seinen Radius wieder immer mehr zu erweitern und da bin ich gefordert. Das ist anstrengend, aber da die Erfolge nicht ausbleiben macht es auch Spass.
Kannst Du mir vielleicht kurz einen Tipp geben? Melf tendiert nun dazu, wieder weniger auf mich zu achten. Wie würdest Du nun vorgehen, Ihn wieder ständig ganz nah bei mir laufen zu lassen oder - wie ich es zurzeit mache - in der entsprechenden Situation auch mal die Wurfkette rasseln lassen und ihn zu mir zitieren, um ihn nach Befolgung wieder loszuschicken? Ich halte ihn zur Zeit in einem Radius von maximal 10m um mich herum. Ich vermute, das ist genau die Herausforderung von der Johanna und Du gesprochen haben: die Arbeit auf Distanz!
Was ich leider noch nicht wirklich gut voran gebracht habe ist das Fuß-Gehen. Ich habe mich auf oben Beschriebenes konzentriert. Nun denke ich wäre es gut, wenn wir allmählich mit Fuß-Gehen anfangen.
Melf kann zwar eine kurze Zeit aufmerksam bei Fuß gehen, sogar ohne Leine, aber eben nur recht kurz und auch nicht 100% zuverlässig.
Diese Woche stecke ich noch voll im Arbeitsstress (Schlussredaktion für das Stern-Journal), aber ab nächster Woche wird es etwas entspannter und dann ist der Zeitpunkt da, wo ich mich wieder auf etwas Neues konzentrieren kann.
Ich habe übrigens einen Preydummy besorgt und ausprobiert, ob die Aussicht auf Futterbelohnung meinen Hund fürs Apportieren begeistert. Auf dem Hundplatz, wo viel Konkurrenz drumrum ist macht er es prima! Sind wir jedoch allein unterwegs ist der Dummy deutlich weniger interessant. Ein Spitzen-Apportierhund wird Melf wohl eher nicht werden.
Und das Training mit Feldleine war - wie wir bei Dir im Revier ja auch schon gesehen haben - für die Katz. Melf hat sich an der Feldleine komplett anders verhalten als ohne Leine. Der wusste genau, er kann nicht so wie er möchte, wenn das Ding dran ist! Daher habe ich eigentlich immer ohne Leine trainiert und bin sehr zufrieden, dass das doch recht gut funktioniert hat.
Ich hoffe, auch Du wirst einigermaßen zufrieden sein, wenn wir uns wieder sehen. Deine Ansprüche sind sicher höher als meine und ich hoffe auch, meine Erfolge nicht durch eine rosa Brille zu sehen.

Herzliche Grüße aus Berlin,
Stefanie



Hier meine Antwort auf die Mail:

Liebe Stephanie,

hört sich alles sehr gut an.
Mit dem Radius musst Du höllisch aufpassen.
Er weiß irgendwann auf den Meter genau, bis wohin Dein Einfluss geht!!!
In den Gebieten, in denen er wegen des Wildes weniger aufmerksam ist, den Radius enger halten.
Die Hunde können das sehr wohl unterscheiden, insbesondere wenn sie um Deinen Wunsch wissen, dass Dauerkontakt und Radius penibel einzuhalten ist.
Jeder Jagdhund lernt, dass in Wildeinstandsgebieten der Radius nur 2 Meter betragen darf. Ich trainiere das Kommando mit "Hier bleiben". Immer wenn der enge Radius gefordert ist, dieses Kommando geben. Von ganz alleine merkt der Hund Deine erhöhte Aufmerksamkeit und bleibt dicht bei Dir.
Zur Auflösung des Kommandos, wenn also Wiese oder wildarmes Gebiet erreicht ist, kannst Du das Komando "Lauf" einführen.
Jeden Hund kann man so auf 2 verschiedene Radien trainieren.

Freue mich auf ein Wiedersehen

stefan

14.4.10

Jagdleiter einer Maisjagd mit tödlichem Ausgang wegen fahrlässiger Tötung verurteilt

Drückjagden an Maisschlägen sind wegen der hohen Unfallgefahr mit großer Sorgfalt zu planen. Unter der Überschrift:"Berufsjäger Helmit Hilpisch fordert mehr Sicherheit bei der Maisjagd" wies das Jagdblog bereits auf die Sorgfaltspflicht der Jagdleiter hin.

Vor dem Wismarer Schöffengericht wurde nun der Jagdleiter einer Maisjagd wegen fahrlässiger Tötung zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt.

Interessant sind die Ausführungen des Richters:
Obwohl die Verteidigung einen Freispruch forderte, weil dem Jagdleiter als Schütze nicht zweifelsfrei der tödliche Schuss nachgewiesen werden konnte, trifft ihn als Organisator die volle Schuld.
Bei der Rekonstruktion der Maisjagd wurde nachgewiesen, dass die Schützen das Todesopfer weder sehen konnten, noch wußten, wo das Opfer zum Zeitpunkt der Jagd stand.
Aus Sicht des Richters aber erfüllt eine derart schlecht organisierte Maisjagd schon den Tatbestad der Fahrlässigkeit, womit er seine Verurteilung begründete.

Vom Prozess, in dem ein Gericht sich mit der Schuldfrage eines tödlichen Jagdunfalls anläßlich einer Maisjagd auseinander setzen musste, berichtet das Onlinemagazin der Ostseezeitung:

waidmannsheil

Euer

stefan


Todesschuss im Maisfeld: Jäger erhält Bewährungsstrafe

Ein 38-Jähriger aus Grevesmühlen ist wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden. Er soll einen Jagdkollegen erschossen haben.


Wismar (OZ) - Ein Jahr Haft auf Bewährung lautet das Urteil im Prozess um den tödlichen Jagdunfall in Naschendorf vom September 2008. Gestern ging er nach drei Verhandlungstagen zu Ende. Das Wismarer Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Kai Jacobsen sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte Thomas K. (38) aus Grevesmühlen bei einer Erntejagd Lothar D. fahrlässig erschossen hat. K.

selbst bestreitet nach wie vor, den tödlichen Schuss abgegeben zu haben. „Selbst wenn Sie nicht selbst geschossen hätten, als Jagdleiter sind Sie für das verantwortlich, was dort passiert“, so Jacobsen.


Die Staatsanwaltschaft hatte anderthalb Jahre Haft gefordert, die Verteidigung hingegen Freispruch. Denn, so Rechtsanwalt Birger Schade, es sei überhaupt nicht bewiesen, wer letztlich den tödlichen Schuss abgegeben habe. Er warf der Staatsanwaltschaft in diesem Zusammenhang einseitige Ermittlungen vor. Schließlich käme nach Ansicht der Verteidigung auch der zweite Schütze von damals als Täter in Frage.

Thomas K. hatte am 20. September 2008 als Jagdleiter zusammen mit dem Opfer und zwei weiteren Jägern an einem Maisschlag in Naschendorf gestanden, um Wildschweine zu schießen. Als schließlich einige Tiere aus dem Maisfeld ausbrachen, gab Hans R. einen Schuss ab und erlegte ein Schwein. Kurze Zeit später feuerte Thomas K. insgesamt vier Mal und erlegte dabei ebenfalls eines der flüchtenden Tiere aus der Rotte. „Das war blindes Jagdfieber“, sagte der Richter, der die Aktion am ersten Verhandlungstag als wildes „Jahrmarktgeballer“ bezeichnet hatte. „Der letzte Schuss traf direkt das Opfer.“ Das Gericht kritisierte in erster Linie, dass K. als Jagdleiter nichts unternommen habe, um die Sicherheit der Jäger zu gewährleisten. Wie aus mehreren Skizzen hervorgeht, die Polizei und Gutachter angefertigt hatten, standen die vier Männer im Dreieck um das Maisfeld herum. „Sie konnten Lothar D. nicht einmal sehen, als Sie geschossen haben. Sie wussten überhaupt nicht, wo er sich aufhielt“, resümierte Kai Jacobsen, der dem Angeklagten zudem vorwarf, zu keiner Zeit Einsicht oder Reue gezeigt zu haben. „Sie haben sich möglicherweise selbst so lange eingeredet, dass Sie es nicht waren, dass Sie es selbst glauben.“ Der 38-Jährige hatte während der drei Prozesstage jeglichen Kontakt mit der Witwe von Lothar D. vermieden, die die Verhandlung als Nebenklägerin begleitete.

Das tödliche Projektil wurde nie gefunden, so dass nicht nachgewiesen werden konnte, aus welcher Waffe der tödliche Schuss stammte. Wie die Untersuchungen ergaben, war die Kugel, die Lothar D.getroffen hatte, an der Visiereinrichtung seines Jagdgewehres zersplittert. Die Geschossteile hatten die inneren Organe so schwer verletzt, dass der Grevesmühlener auch durch zwei Notoperationen nicht gerettet werden konnte.

K. war unmittelbar nach dem Unglück zusammengebrochen, als er den schwer verwundeten Jagdkollegen sah. Das Gericht wertete diese Reaktion als teilweise Reue. „Das war aber auch die einzige menschliche Regung, die Sie gezeigt haben“, sagte Jacobsen. „Ich hoffe nur, dass Sie in Zukunft nie wieder mit zur Jagd gehen werden.“ Darüber entscheidet demnächst die Jagdbehörde des Landkreises.

Die Jagdscheine und Waffenbesitzkarten von Thomas K. und den beiden anderen Jägern waren unmittelbar nach dem Vorfall eingezogen worden. In einem gesonderten Verfahren durch die Behörde soll nun geklärt werden, welche Sanktionen den Jägern auferlegt werden. Im Rahmen des Urteils wurde Thomas K. auferlegt, 15 000 Euro an die Witwe des Opfers zu zahlen. Zudem wird seine Jagdwaffe eingezogen. Die Zahlung der Summe habe laut Gericht jedoch keinen Einfluss auf künftige zivilrechtliche Forderungen. Bislang hat die Versicherung von K. noch keine Zahlungen an die Familie des Opfers geleistet.

Rechtsanwalt Birger Schade gab gestern noch keine Erklärung ab, ob er Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen werde.
MICHAEL PROCHNOW

Im Saarland verhärten sich die Fronten zwischen Jägerschaft und Landesregierung

Bereits in der Koalitionsvereinbarung der schwarz-gelb-grünen Regierung im Saarland, auch "Jamaika Koalition" genannt, wurde klar, dass es zu einschneidenden Veränderungen im saarländischen Jagdrecht kommen wird.
Durch die Reform des Föderalismus haben die Länder mehr Kompetenzen erhalten, selbst in das Jagdrecht einzugreifen. Die Politiker der Grünen, denen man in ihrer Mehrheit sicherlich keine Nähe zur traditionellen Jägerschaft nachsagen kann, bestehen auf ihren Forderungen aus dem Koalitionsvertrag.
Dass es bei der Diskussion wenig um Fakten, doch viel um Ideologien geht, macht die Sache nicht einfacher.

Über die verhärteten Fronten zwischen der Jägerschaft einerseits und den Politikern und Naturschutzverbänden andererseits berichtet das Onlinemagazin der Sarrbrücker Zeitung:

waidmannsheil

Euer

stefan


Heftiger Streit um Jagd absehbar
Grünröcke bringen sich in Stellung gegen Jamaika-Koalition und Umweltschützer

Der Streit um die Novellierung des Jagdrechts im Saarland wird heftig. Das lässt sich aus der aktuellen Stellungnahme des saarländischen Jägerverbandes zur Neufassung des Jagdgesetzes herauslesen.

Von SZ-Redakteur Gerhard Franz


Saarbrücken. Im Saarland steht ein heftiger politischer Streit um die Novellierung des Jagdgesetzes bevor. Dies hat nicht nur damit zu tun, dass die schwarz-gelb-grüne Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag vom vergangenen Herbst bereits sehr weitgehende Festlegungen getroffen hat. Auch die verordnete Ausweitung der Schonzeit für Füchse spielt dabei gar nicht die Hauptrolle.

Eher geht es um ideologische Konfrontationen, die viel mit den handelnden Personen zu tun haben. Im Dezember hatte es zum Beispiel heftigen Streit um die Äußerungen von Umwelt-Staatssekretär Klaus Borger (Grüne) gegeben, der sich in einem Leserbrief an eine Holzwirtschaftszeitung den Vergleich zwischen einem Bomberpiloten, der massenhaften Tod verbreitet, und dem Fahrer einer Erntemaschine zu Eigen machte. Damals hatte sich Borger auf folgende Art entschuldigt: „Durch die aufgeführten Zitate sollten zu keinem Zeitpunkt Berufs- oder Personengruppen beschimpft oder beleidigt werden. Sollte dies fälschlicherweise so aufgefasst worden sein, so bedauere ich dies.“

Doch die Konfrontation mit den Jägern ist vor allem in einem Absatz des Koalitionsvertrages über die Zukunft der Jagd bereits angelegt. Dort heißt es: „Aus überwiegendem Interesse des Tierschutzes werden wir den Abschuss von Hunden und Katzen, die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Tieren und die Fallenjagd abschaffen. Die bisherigen Regelungen zur Wildfütterung und zur Wildkirrung werden ersetzt. Wir werden die Naturschutzgebiete auch als Rückzugsräume jagdbarer Tierarten weiterentwickeln.“ In ihrer Stellungnahme zur Novellierung des Jagdgesetzes bezieht die Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) gegen solche Absichten mit vielen Argumenten Position, während die Jamaika-Koalition von Umweltorganisationen starke Unterstützung erfährt. So haben die Bundespräsidenten von Nabu, BUND und Deutschem Tierschutzbund Ende Februar einen offenen Brief an Ministerpräsident Peter Müller (CDU) gerichtet, um ihn in der Umsetzung des Koalitionsvertrages zu bestärken. Darin heißt es unter anderem: „Die Abschaffung der Fallenjagd und das Verbot der Hundeausbildung an lebendigen Tieren halten wir für den richtigen Weg, um der Eigenverantwortung der Jäger einen rechtlichen Rahmen zu geben und die Akzeptanz für die Jagd in der Bevölkerung zu stärken.“

Indessen ist der Streit mit der VJS programmiert, denn in ihrer Stellungnahme zum Jagdgesetz heißt es gleich im zweiten Punkt: „Die VJS sieht den Novellierungsbedarf, wie im Koalitionsbedarf der Landesregierung beschrieben, grundsätzlich nicht.“ Ferner sei es nicht akzeptabel, dass in die Novellierung des Jagdrechts Verbände mit einbezogen werden, „die sich für die generelle Abschaffung der Jagd einsetzen“. Auch wenden sich die Jäger gegen ein Verbot der Ausbildung von Jagdhunden am lebenden Tier: „Damit die Hunde auf der Jagd ihren Einsatz im Sinne des Tierschutzes erfolgreich absolvieren können, ist die Ausbildung und Prüfung an der lebenden Ente unabdingbar.“ Ebenso ist man der Ansicht, die Jagd mit Fallen nicht aufgeben zu dürfen.